Text: Marius Gieselbach
Musik: Datenschmutz

„Auch im leeren Raum ist Luft“ sagst du und
Belebst mit deinen Worten das,
Was mir lange nichts mehr gibt
Eine Sammlung leerer Orte

Muss beim allein sein nicht alleine sein
Oder die alte Zeit vermissen
Der vergengenen Tage Geister zählen
Statt nach vorne zu blicken

Gute Worte
Dem Heute
Nur noch Stille

Wir sitzen hier im Gras und zähl’n
All die leergetrunkenen Flaschen
Wir verschwenden unsere Jugend
Weil wir’s können, gerne machen

Ihr versteht uns nicht, ja wollt ihr denn ?
Ist’s doch einfacher zu sagen,
Dass in der Ödnis wir verdorben sind,
Könnt ihr doch selbst schon nicht mehr lachen

Aus dem wirklichen Leben
Erzählt ihr Geschichten
Doch habt selbst nichts erlebt

Und in all euren Köpfen
Diese Stadt eine Blume
Die doch lang‘ nicht mehr blüht

Groß ist die Empörung
Weil schon lange nichts mehr steht
Seit den Feuern der Moderne
Einem stillen, kalten Krieg folgen

Laute, warme Worte,
Die so oft du hast gesagt
Doch folgten Taten nie
Du machst Kaputt, was pflichtbewusst macht

Hier gibt es wirklich nichts, nicht einmal
Kreative Köpfe,
Die es wagen zu riskieren
Glücklich gibt es nicht im Ausverkauf

Das Licht dieser Polarnacht
Muss gesucht und auch verstanden werden
Gib dich selbst ruhig auf,
Doch nicht die Zukunft all der Anderen

Aus dem wirklichen Leben
Erzählst du Geschichten
Doch hast selbst nichts erlebt

Und all diese Orte
Von denen du redest
Hast du niemals gesehen

Und dein Schweigen bricht die Stille

Aus dem wirklichen Leben
Erzähle ich Geschichten,
Hab sie selber erlebt

Alle meine Versuche,
Hier was zu verändern
Wirst du niemals verstehen

Versteh‘ doch!